Aktueller Stand 18 Europaabgeordnete senden einen förmlichen Brief an den bulgarischen Ministerpräsidenten und fordern die Freilassung
Öffentliche Solidarität

Proteste und öffentliche Aktionen

Seit 2024 haben Aktivistinnen und Aktivisten, Menschenrechtsorganisationen und Solidaritätsnetzwerke in Bulgarien und in ganz Europa öffentliche Proteste, Petitionskampagnen und Solidaritätsaktionen organisiert, die die sofortige Freilassung von Abdulrahman Al-Khalidi fordern. Hier einige der dokumentierten Momente.

Kontext

Warum Menschen auf die Straße gingen

Die 2024 begonnenen Proteste waren eine direkte Reaktion auf eine Reihe bulgarischer behördlicher Entscheidungen, die Gerichtsbeschlüsse und das internationale Menschenrecht missachteten. Als das Verwaltungsgericht Sofia am 18. Januar 2024 die sofortige Freilassung von Abdulrahman Al-Khalidi anordnete, weigerten sich bulgarische Staatsbehörden, dem nachzukommen. Die Staatliche Agentur für Nationale Sicherheit erließ binnen Tagen eine neue Anordnung und hielt ihn weiter in Haft.

Am 5. Juli 2024 kündigte Al-Khalidi aus Protest einen Hungerstreik an. Dieser löste breite mediale Aufmerksamkeit in Bulgarien und international aus. Vor dem Haftzentrum Busmantsi in Sofia fanden Solidaritätsproteste statt.

Am 26. März 2025 erging eine zweite gerichtliche Freilassungsanordnung. Er wurde erneut nicht freigelassen, sondern in den Bereich der Migrationsdirektion in Busmantsi verlegt. Am 1. April 2025 fand eine weitere Solidaritätsaktion statt.

Wichtige Daten
18. Jan. 2024Erste gerichtliche Freilassungsanordnung, nicht vollzogen.
31. März 2024Körperlicher Übergriff in Busmantsi. Es folgten Proteste.
5. Juli 2024Beginn des Hungerstreiks. Protest vor Busmantsi.
26. März 2025Zweite gerichtliche Freilassungsanordnung, erneut nicht vollzogen.
1. Apr. 2025Solidaritätsprotest vor Busmantsi.
Solidaritätsnetzwerk

Wer organisierte und unterstützte

Die Proteste wurden organisiert von Migrant Solidarity Bulgaria, a grassroots organisation for migrants’ rights in Bulgaria, and Храна не война Sofia. Unterstützt wurden sie vom Center for Legal Aid, Voice in Bulgaria, sowie internationalen Partnern, darunter Front Line Defenders, MENA Rights Group, ALQST, Human Rights Watch, und mehr als zwanzig weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen.

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