Anfragen des Europäischen Parlaments, Antworten der Kommission, DROI-Forschung, Briefe von Abgeordneten und institutionelles europäisches Engagement im Fall Al-Khalidi.
Die bulgarischen Behörden haben ihre Absicht erklärt, Abdulrahman Al-Khalidi abzuschieben, und ihn offiziell aufgefordert, ein sicheres Drittland zu benennen, das bereit ist, ihn aufzunehmen. Trotz offizieller Ersuchen der bulgarischen Regierung an andere europäische Länder, ihm Schutz zu gewähren, hat bislang kein europäisches Land seiner Umsiedlung zugestimmt oder ihm internationalen Schutz angeboten. Er bleibt in Bulgarien in ausländerrechtlicher Verwaltungshaft, mit der Gefahr einer Abschiebung nach Saudi-Arabien, das die bulgarischen Gerichte und internationale Organisationen für ihn als gefährlich einstufen, ohne dass bislang ein gangbarer alternativer Schutzweg erreicht wurde.
Dringliche schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission zu Haft und Abschiebungsgefahr.
Nachfrage und Antwort der Kommission zu den Rahmen für Asyl, Haft, Rückführung und Non-Refoulement.
Bericht über einen Brief von 18 Abgeordneten an den bulgarischen Ministerpräsidenten mit der Forderung nach Freilassung und der Warnung vor einer Abschiebung.
Bericht über Abgeordnete, die Bulgarien anschreiben und Schutz fordern sowie vor einer Abschiebung warnen.
Studie über transnationale Repression und die Verantwortung der Aufnahmestaaten, von Bedeutung für den Kontext des Falls Al-Khalidi.
Englischsprachige bulgarische Berichterstattung über die Sorge der Abgeordneten angesichts der fortgesetzten Haft.
Die folgenden Mitglieder des Europäischen Parlaments haben sich im Fall Al-Khalidi förmlich engagiert, durch parlamentarische Anfragen, gemeinsame Briefe oder öffentliche Fürsprache. Die Namen stammen aus den auf dieser Seite aufgeführten, geprüften Quelldokumenten.
Die folgenden Mitglieder des Europäischen Parlaments beteiligten sich an einer oder mehreren von drei förmlichen Aktionen: der schriftlichen Anfrage E-001410/2025 (7. April 2025), dem gemeinsamen Brief an den bulgarischen Ministerpräsidenten und der schriftlichen Anfrage E-004644/25 (20. November 2025).
Quellen: E-001410/2025 · Gemeinsamer Brief (März 2026) · E-004644/25
Die europäischen Institutionen sind nicht Parteien des bulgarischen Verfahrens, verfügen aber über rechtliche und politische Instrumente: die parlamentarische Kontrolle der Einhaltung des EU-Asylrechts, förmliche Anfragen an die Kommission zur Praxis der Mitgliedstaaten, die Überwachung von Ausschreibungen im Schengener Informationssystem und Druck auf die Mitgliedstaaten, die EU-Grundrechtecharta zu achten.
Die Materialien auf dieser Seite sind öffentliche Interventionen europäischer Institutionen und von Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Sie sind hier zu einer einzigen Referenz für Journalisten, parlamentarische Mitarbeitende und Forschende zusammengeführt.